Leise fällt Schnee auf die müde Erde;
der Winter ist kommen wie jedes Jahr.

Gefühlvoller als Hans Roelli in seinem Lied Sonne erstrahlt kann man einen Text über den Winter wohl kaum einleiten. Zwangsläufig kommt Melancholie auf, Ruhe will sich breitmachen. Die Gedanken beginnen zurückzugleiten auf unvergessene Momente, ergreifende Momente der Natur, der Kultur, der Mitmenschen, verschiedentlich jedoch auch auf Momente, die man sich so nicht gewünscht hat, vielleicht auch auf verpasste Chancen.

Lieder von Hans Roelli erwecken in mir auch eine gewisse Wehmut, weil sie mich erinnern an die Zeit meiner Jugend, als das Liederbuch nicht nur stets im Gepäck war, sondern häufig auch aufgeschlagen wurde. Die Wehmut betrifft dabei weniger die vergangene Jugend, sondern vielmehr die vergangene Zeit des Volkliedes, das aus Kultur und Alltag inzwischen leider weitgehend verschwunden ist.

Zum Glück haben wir noch das Jodellied, das noch nicht auszusterben droht, sondern sich eigentlich ganz erfreulich weiterentwickelt. Und so können wir uns mit Freude dem Schluss von Hans Roellis Lied zuwenden, der da heisst:

Das Jahr ruht sich aus, um uns wieder zu blühen;
die Liebe zu leben hört nimmer auf!

Mit den besten Wünschen und Grüssen
Beni Keller

Wald, 26. Dezember 2017

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Unser Motto: Drückt´s dich wo, sing dich froh

Darum: «Dini Seel ä chli la bambälä la»

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Hier wird unser Kulturgut (Jodeln/Alphorn-/Büchelblasen/Fahnenschwingen) mehrsprachig erläutert und gewürdigt: www.swissalpinemusic.ch